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Der Kobold-Preis 2002 Wie war es dazu gekommen, an gleicher Stelle und unter ihrem historischen Namen 73 Jahre nach der ersten und einzigen, 1929 vom NRV auf der Alster durchgeführten Regatta, diese wieder ins Leben zu rufen? Geplant war, in den Tagen vor den Summer Classic´s des HSC, einer seit mehreren Jahren auf der Alster stattfindenden traditionellen Holzboot-Regatta, zusätzlich mit den J-Jollen eine Regatta zu segeln. Für diese H-Jollen-Wettfahrt wurde ein Name gesucht, der möglichst ein klassischer sein sollte. Und so bot es sich an, eben jenen Namen zu verwenden, unter dem Ende der zwanziger Jahre - unsere Klasse bestand im damaligen Segler-Verband (D.S.Vb.) gerade vier Jahre - auf der Alster schon einmal eine Regatta gesegelt worden ist: Kobold-Preis. "Kobold" - nach Aussagen des Lexikons "ein kleiner, lustiger Hausgeist" - hießen alle Segelboote, die der Hamburger Dietrich Fischer, in den 30er Jahren bis 1945 auch Vorsitzender des NRV, einst gesegelt hat. Fischer war auch der Stifter dieses einmalig 1929 vergebenen Sonderpreises und gab ihm den Namen, auf den viele seiner Schiffe getauft waren. Diesen alten Pokal, einen Sektkühler, hatte 1929 kein Geringerer als der spätere erste deutsche Weltmeister im Starboot, Walter "Pimm" von Hütschler, auf F 58 gewonnen. Und das gegen so starke Konkurrenz wie den Bootsbauer Fuhlendorff vom eigenen Revier oder die Konstrukteure und Bootsbauer Theo Ernst und Willi Lehmann aus Berlin bzw. Woltersdorf sowie weiterer Segler aus Steinhude. Der Eigner der F 51, der Berliner Wilhelm Briese, hatte sich als Steuermann auf seiner "Ursula" sogar den berühmten Zehner-Segler Adolph Graetz eingeladen. Und ebenfalls aus Berlin, von wo insgesamt 12 Mannschaften gemeldet hatten, waren auch Hans Rudo auf F 39 (Rudos Sohn Gerd wurde 1959 auf H 405 (West) Deutscher Meister) und einer der Väter der 15 m2-Binnenjolle, Ernst Müller, mit der F 35, Hanseat, nach Hamburg gereist. Der neue Kobold-Preis und weitere Sonderpreise sind von den Mitgliedern des NRV, Jens und Christian Ruppert sowie ihrem Bruder Joachim gestiftet worden. Die drei Hamburger sind auch maßgeblich am Zustandekommen der Regatta beteiligt gewesen und haben extra für diese Wettfahrt ein neues Logo entwerfen lassen. Und während 1929 die Regatta noch in dem Segelmagazin "Yacht" ausgeschrieben worden war, kann man sich heute über die Regatta per Internet unter www.kobold-preis.com informieren und natürlich auch online melden. | ||||