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Liebe Freunde des Kobold-Preises!

Ob nun Schiffstaufen, Regattapreise, glückliche Heimkehr oder Jubiläen, bei Seglern gibt es immer was zu feiern. So natürlich auch beim diesjährigen Kobold-Preis, der in diesem Jahr schon etwas früher als in den vergangenen Jahren stattfinden wird, nämlich am Wochenende des 28./29. Mai 2011.

Zwei Gründe drängen sich geradezu auf, den diesjährigen Kobold-Preis zu besuchen und gemeinsam mit den Hamburger Freunden und Liebhabern klassischer H-Jollen auf der Alster zu feiern: Zum einen ist es der inzwischen 10. Kobold-Preis neuer Zeitrechnung, zum anderen – und man beachte! - da es bisher offiziell von der Klassenvereinigung bei keiner diesjährigen Veranstaltung vorgesehen ist, es wohl aber auch nur wenige Eingeweihte wissen, soll anlässlich des diesjährigen Treffens das 90-jährige Bestehen der Klasse gefeiert werden.

90 Jahre? Viele werden sich noch an die beiden großen jeweils auf dem Plöner See veranstalteten Jubiläumstreffen 1985 zum 60-jährigen und 2000 zum 75-jährigen Bestehen der Klasse erinnern. Wieso dann aber 90 Jahre schon 2011?
Die bisherige Zählung ging immer vom Gründungsjahr der Klasse 1925 aus, als auf dem damaligen Verbandstag in München die Freunde um BrunoVogelhaupt (Lattenbruno) ihre zur Wahl gestellte "15-m²-Binnenfahrtklasse", wie die F-Jolle (15-m²- Wanderjolle des Deutschen Segler Verbandes) damals hieß, genehmigt bekamen.
1925 gab es aber schon die H-Jolle, nämlich die "15-m²-Bundeswanderjolle" vom Deutschen Segler-Bund. Beschlossen und abgesegnet von den Delegierten des 5. Bundes-Seglertages am 16. Juli 1921 in Altona – wenn auch erst 1923 die Baubestimmungen verabschiedet wurden.

Mit der deutschlandweit von der Segelzeitschrift "Yacht" 1929 ausgeschriebenen Wettfahrt des Kobold-Preises versuchte der N.R.V. seinerzeit, die F-Jolle, also die 15-qm-Wanderjolle des D.S.Vb., dem der N.R.V. angehörte, bekannter zu machen und auf der Alster einzuführen. Da der Hamburger Dietrich Fischer den silbernen Sektkübel aber als Punktpreis und nicht als Herausforderungspreis, wie die Wanderpreise damals hießen, gestiftet hatte, wurde er im Rahmen dieser Sonderwettfahrt nur ein einziges Mal vergeben. Die F-Jolle des Verbandes konnte sich damals auf der Alster nicht durchsetzen. Weitere bedeutende Sonderwettfahrten wurden nicht ausgeschrieben und so fristete die Klasse auf diesem schönen Stadtrevier lange ein bescheidenes Dasein.

Unsere klassischen H-Jollen gehören aber inzwischen zu den beliebtesten Vertretern auf dem Stadtrevier und sind bei allen Traditionsregatten zahlreich vertreten. Und es kommen immer wieder frisch restaurierte H-Jollen dazu. Ein schöner Brauch ist es deshalb auch geworden, diese im NRV vor der ersten Wettfahrt gemeinschaftlich gebührend zu begrüßen.

Spannend ist für Regattaneulinge oder diejenigen, die seltener oder noch nie eine Regatta gesegelt sind, auch der Kurs, der auf der Alster abgesegelt wird. Er ist dem historischen Kurs von 1929 angeglichen und nicht, wie heute allgemein üblich, nur ein Dreieckskurs. So erlauben die langen Strecken über die Alster auch mal einen entspannten Blick auf die Hamburger City. Das NRV-Gelände – leider nicht das Gebäude, das nach einem Kabelbrand abgerissen und neu gebaut wird - und die Alster sind auch für die nichtsegelnden Gäste immer eine Reise wert, denn von den "Logenplätzen" auf der Clubbrücke und vom Alsterufer aus kann man mit guter Übersicht das Regattageschehen verfolgen.

In jedem Jahr waren bisher durchschnittlich knapp 20 H-Jollen am Start gewesen und haben die Gastfreundschaft im ausrichtenden Hamburger NRV genossen. Hinzu kommt, dass die Regatta nicht nur unmittelbar vor dem Clubgelände gestartet, sondern auch dort – zuschauerfreundlich - beendet wird.

So wünschen sich die Organisatoren und der Norddeutsche Regatta Verein, dass die guten Meldezahlen der vergangenen Jahre wieder erreicht werden und laden Euch herzlich zum diesjährigen 10. Kobold-Preis neuer Zeitrechnung und zur (inoffiziellen) Jubiläumsfeier anlässlich des 90-jährigen Bestehens der H-Jollen-Klasse ein.
Wer noch einmal alle bisherigen Preisgewinner und die Regattaberichte nachlesen bzw. einige schöne Fotos des Geschehens betrachten möchte, hat dazu auf der Homepage dieser Veranstaltung unter www.kobold-preis.com die Möglichkeit.

Und sollte es gar zu schlimm kommen, trösten in diesem Jahr vielleicht ein paar Gläschen (mehr) von den Fässern Freibier, die schon jetzt in Aussicht gestellt worden sind. Folgende Herausforderungspreise stehen zur Titelverteidigung durch ihre Gewinner in diesem Jahr an:

"Kobold-Preis"
wird für das schnellste Schiff nach berechneter Zeit vergeben.
Gewinner 2010: Ulf Meusel, Ingo Jensen, H 204 "Windspiel"

"Pimm’s Kielwasser"
wird für das schnellste Schiff der anderen Gruppe vergeben.
1. Gruppe: Vollholzrumpf & Holzrigg (inkl. Gaffel)
2. Gruppe: Vollholzrumpf & Alurigg
Gewinner 2010: Georg Griesbach, Martin Merlitz, H 566 "Kennt-Er-Nix"

"Herr und Frau Kobold"
wird für das schnellste Schiff mit gemischter Crew vergeben.
Gewinner 2010: Ulrich Heine, Amelie Heine, H 147 "Rabauke"

"Kobold-Lehrling"
wird für das letzte Schiff nach berechneter Zeit vergeben.
Gewinner 2010: Sebastian Grethe, Christian Grethe, H 326 "Dongdideldö”

"Der listigste Schlag"
wird für das Schiff mit dem erfolgbringendsten Schlag vergeben.
Gewinner 2010: Jens Ruppert, Christian Ruppert, H 785 "Gazelle"

"Kopf An Kopf-Preis"
wird für das Schiff, welches als Sieger des spektakulärsten Zweikampfes hervorgeht, vergeben.
Gewinner 2010: Claas Lehmann, Erich Walther, H 530 "Königin"

"Heilige Gaffel"
wird an das schnellste Gaffelschiff nach berechneter Zeit vergeben.
Gewinner 2010: Ulf Meusel, Ingo Jensen, H 204 "Windspiel"

"Trostbold"
wird an das Schiff vergeben, dessen Crew einen Trostschluck braucht
Gewinner 2010: Joachim Ruppert, Stefan Kriebel, H 460 "Delphin"

"Kenter-Bold"
wird an das Schiff vergeben, dessen Crew am häufigsten im Bach lag
Gewinner 2010: Klaus Steinbeck, Christian Witt, H 172 "Kleine Brise"

"Junior-Bold"
Moritz Ruppert
Amelie Heine

"Schotten-Bold"
Werner Lepper

Herzlich willkommen zum "Kobold-Preis" 2011 !